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07.10.2024, Mehr Natur in Städten

VerbraucherService Bayern gibt Tipps zur Fassadenbegrünung

Städte in Deutschland müssen sich besser gegen sommerliche Hitze wappnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe in ihrem aktuellen Hitze-Check. Demnach ist vielerorts zu viel Fläche versiegelt und zu wenig Grün vorhanden. Begrünungsmaßnahmen spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels geht. „Pflanzen tragen durch Verdunstung und Beschattung zur Abkühlung ihrer Umgebung bei und verhindern, dass sich Städte an Hitzetagen sehr stark aufheizen“, erklärt Marianne Wolff, Umweltreferentin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB).

Da in Städten wenig Fläche vorhanden ist, bleibt oft nur Platz zur Bepflanzung in die Höhe. Die Begrünung von Fassaden, Balkonen, Zäunen oder Mauern ermöglicht Pflanzenwachstum selbst auf engem Raum. Fassadenbegrünung ist mehr als ein Beitrag zur Klimaanpassung: Die Pflanzen schützen das Mauerwerk vor Wind, Regen und extremer Hitze. Dies führt nicht nur zu kühleren Umgebungstemperaturen, sondern verringert zudem die Materialbelastung. Darüber hinaus verbessern Pflanzen die Luftqualität, mindern Lärm und fördern die Artenvielfalt. Für bodengebundene Begrünung auf dem eigenen Grundstück ist keine Genehmigung erforderlich, Ausnahmen gelten für denkmalgeschützte Gebäude.

Hauseigentümer befürchten häufig Schäden am Gebäude. Die VSB-Expertin Wolff gibt Entwarnung: „Mit der richtigen Pflanzenauswahl ist diese Angst unbegründet.“ Nicht alle Kletterpflanzen sind für jeden Ein­satzbereich geeignet. Selbstklimmer wie Efeu sind beispielsweise nur zur Begrünung intakter Mauern und großer Flächen zu empfehlen. Vorsicht geboten ist auch bei starkwüchsigen Schlingern wie Blauregen, Baumwürger oder Knöterich: Sie entwickeln mit der Zeit starke Kräfte und benötigen deshalb stabile Klet­terhilfen mit ausreichendem Wandabstand. Regelmäßige Kontroll- und Pflegeschnittmaßnahmen sind wichtig, um Gewicht und Windangriffsfläche zu reduzieren und die Bereiche um Fenster und Dachkante frei zu halten. Dies verhindert Schäden am Gebäude und trägt zum Brandschutz bei.

Wer nur kleine Flächen vorübergehend begrünen möchte, wählt einjährige oder schwachwüchsige Arten. Unproblematisch sind Schlingpflanzen wie beispielsweise Prunkwinde oder Feuerbohne, Ranker wie Weinrebe oder Clematis sowie Spreizklimmer wie Winterjasmin und Kletterrosen. Für Balkon oder Terras­se gibt es Pflanzbehälter mit integrierter Rankhilfe, diese lassen sich aber auch leicht mithilfe von Drähten, Bambusstäben etc. selbst erstellen. Wichtig ist, dass die Rankhilfe zur Pflanze passt.

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